Warum du deinem Bauchgefühl folgen solltest:
Oktober 2025. In meinem Instagram Feed taucht ein Posting auf: Es erzählt von einem Buch, das sich mit Nachtrennungsgewalt (hat mich auch betroffen) befasst, geschrieben von Tina L.T. Das Cover und die Geschichte fesseln mich sofort, es wird auf einer Buchmesse in meiner Gegend zu sehen sein. Ich kenne weder die Autorin, noch das Buch, auf einer Buchmesse war ich bis auf die Buch Wien auch noch nie.
Trotzdem signalisiert jede Zelle meines Körpers: Du musst da hin. Buch kaufen. Warum auch immer.
Ich spürte: Es ist wichtig.
Ich schaufelte mir an diesem Tag frei, setzte mich ins Auto und tauchte das erste Mal im Leben, in die Welt der Selfpublisher ein. Plötzlich fühlte ich mich nicht mehr wie ein Alien von einem fremden Stern, denn die Menschen, die dort ausstellten, taten genau das, wovon ich schon immer geträumt habe: Ein Buch schreiben und veröffentlichen.
Niemand fragte. Niemand urteilte.
Sie waren eine Einheit, und trotzdem tat(schrieb) jede:r sein Ding.
Die Messe war voll. Ich verschwand in der Besuchermenge, betrachtete aus der Ferne diese bezaubernden Bücher (auch wenn es nicht mein Genre war). War fasziniert davon, wie sie voller Selbstvertrauen über ihre Werke sprachen. In Bruchteilen von Sekunden war ich in den Bann dieser Gemeinschaft gezogen.
Dann erblickte ich einen Stand, der sich von den anderen abhob. Er war zart und zurückhaltend, prahlte nicht mit Kitsch und Glitzer, denn die Geschichte, die das Buch enthielt, das darauf präsentiert wurde, beeindruckte ohne unnötige Deko.
Mutterschattenlicht.
Es war anders als der Rest der Bücher auf der Messe. Die Autorin hob sich von der Masse ab. In zarte Farben gekleidet, blonde lange Haare, für die andere Frauen morden würden. Sie als hübsch zu bezeichnen, war schwer untertrieben. Aber sie auf ihr Äußeres zu reduzieren, wäre nicht fair gewesen, denn diese Frau hatte mehr drauf, als schön zu sein (das würde ich erst später herausfinden).
Ohne Hintergedanken, ohne zu wissen, wie wichtig diese Begegnung werden wird, steuerte ich auf ihren Stand zu.
»Ich bin wegen deinem Buch gekommen. Ich möchte eines kaufen«, sprach ich sie an.
Wir kamen ins Gespräch. Unterhielten uns über ihre und meine eigene Geschichte. Wir tauschten Erfahrungen aus und sie war heilfroh, sich wenigstens für eine kurze Zeit, zwischen Fantasy und Romantasy, nicht ganz so verloren zu fühlen. Denn ihre Geschichte ist besonders (ich verlinke sie dir unten).
Am Heimweg, ging mir nicht nur diese besondere Begegnung nicht mehr aus dem Kopf, sondern auch das Gefühl, auf dieser kleinen Buchmesse.
Schon seit ich eine junge Frau war, habe ich davon geträumt, eines Tages (m)ein Buch in den Händen zu halten. Wie oft habe ich mir ausgemalt, wie es sich anfühlen wird, über die Seiten zu fahren? Wie oft bin ich vor dem Schlafen gehen, mit den Fingern über das imaginäre Cover gestrichen? Wie oft, habe ich es an mich gedrückt und gehofft, es einmal in einem Regal einer Buchhandlung zu sehen?
Nennen wir es Zufall, Schicksal oder ein Wink des Universums, such dir was aus. Mein Bauchgefühl hatte recht: Es war wichtig auf diese Messe zu gehen.
Tina und ich sind in Kontakt geblieben. Die Begegnung auf der Buchmesse hat mich an meinen Traum erinnert, denn da stand eine Frau, die ihren in die Tat umgesetzt hat. Und das wollte ich ab sofort auch tun.
Was ich dafür tun musste, erzähle ich dir im nächsten Blog-Beitrag.
Bis bald